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Schillers Abhandlung ´´Über naive und sentimentalische Dichtung - Max Rössner
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Max Rössner:
Schillers Abhandlung ´´Über naive und sentimentalische Dichtung - neues Buch

2010, ISBN: 9783640719037

ID: 837912107

Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Sprache: Deutsch, Abstract: Schillers schriftliche Darlegung seiner Ästhetik zwischen 1790 und 1795 zielt über die blosse Suche nach der schönen Form hinaus. In dieser Phase der theoretischen Werke möchte er sich und seine Epoche im Literaturkanon emanzipieren, in der bis dato die attische Kultur als absolutes Mass gilt. Er merkt allmählich, dass [] er bei seiner Entfernung vom Geist griechischer Literatur [] in Erklärungsnot gerät- mit welcher Rechtfertigung kann ein moderner Schriftsteller den goldenen Schnitt der Vokabeln neu justieren? Dazu kommen zwei wesentliche Faktoren: durch die französische Revolution und besonders durch die Kant- Studie ab 1791 bis in die Grundzüge seiner Kunst erschüttert, sucht er [] nach den grossen verbindenden Ideen und Kategorien [] , mit denen er die allgemeine Umstürze um sich zu ordnen versucht. Was aber in der Kritik der reinen Vernunft und der Kritik der Urteilskraft des Königsberger Philosophen affiziert Schiller eigentlich dermassen, dass er jahrelang seine dramatische Arbeit vernachlässigt? Er ist einer der ersten Rezensenten, die das Ausmass dieser kopernikanischen Wende- wie man es Epochen später nennen wird- erahnen und auf die Provokation einer sich selbst erkennenden und überprüfenden Rationalität reagieren. Für Schiller ist die Vorstellung unerträglich, [] die unterdrückende Vernunft [] selbst zur blinden Macht [zu erheben], wie sie die Natur ursprünglich ist. Er erkennt diese Prämisse zwar an, attestiert der Moderne aber eine schleichende Entfernung von der Vergangenheit, die sich nicht nur in den Jahreszahlen niederschlägt, sondern auch und vor allem im Gemüt ihrer Träger. Wenn die Aufklärung, deren bedeutendster Vertreter Kant ist, das Primat der Vernunft verlangt, dann führt das die Menschen von ihren natürlichen Wuzeln weg- der Mensch verliert mit der Naturhörigkeit auch seine Unschuld und damit letztlich sein Glück. Was allerdings geschieht, wenn sich Massen unter dem Banner rein ideeller, also empirisch völlig unbekannter Ziele zusammenrotten, hat Schiller kurz zuvor im Nachbarland erfahren. Als er seine Schrift 1795 vollendet, ist Robespierre Schädel, dem letzten der grossen Proklamatoren von Liberte, Egalite, Fraternite seit eineinhalb Jahren auf den Champs-Elysees aufgepflanzt; das erste Projekt unter der Ägide der Vernunft in Europa ist in Blut ertrunken. Anders als Goethe, verspürt Schiller den Drang, diese Entwicklungen schriftlich zu erwidern, ihnen entgegenzukommen und entgegenzuarbeiten. Und er tut es. Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Sprache: Deutsch, Abstract: Schillers schriftliche Darlegung seiner Ästhetik zwischen 1790 und 1795 zielt über die blosse Suche nach der schönen Form hinaus. In dieser Phase der theoretischen Werke möchte ... eBook ePUB 11.10.2010 eBooks>Fachbücher>Sprach- & Literaturwissenschaft, GRIN, .201

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Schillers Abhandlung ´Über naive und sentimentalische Dichtung´ - Max Rössner
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2010, ISBN: 9783640719037

ID: 797265486

Schillers schriftliche Darlegung seiner Ästhetik zwischen 1790 und 1795 zielt über die blosse Suche nach der schönen Form hinaus. In dieser Phase der theoretischen Werke möchte er sich und seine Epoche im Literaturkanon emanzipieren, in der bis dato die attische Kultur als absolutes Mass gilt. Er merkt allmählich, dass ´[...] er bei seiner Entfernung vom Geist griechischer Literatur [...]´ in Erklärungsnot gerät- mit welcher Rechtfertigung kann ein moderner Schriftsteller den goldenen Schnitt der Vokabeln neu justieren? Dazu kommen zwei wesentliche Faktoren: durch die französische Revolution und besonders durch die Kant- Studie ab 1791 bis in die Grundzüge seiner Kunst erschüttert, sucht er ´[...] nach den grossen verbindenden Ideen und Kategorien [...]´ , mit denen er die allgemeine Umstürze um sich zu ordnen versucht. Was aber in der Kritik der reinen Vernunft und der Kritik der Urteilskraft des Königsberger Philosophen affiziert Schiller eigentlich dermassen, dass er jahrelang seine dramatische Arbeit vernachlässigt? Er ist einer der ersten Rezensenten, die das Ausmass dieser kopernikanischen Wende- wie man es Epochen später nennen wird- erahnen und auf die Provokation einer sich selbst erkennenden und überprüfenden Rationalität reagieren. Für Schiller ist die Vorstellung unerträglich, ´[...] die unterdrückende Vernunft [...] selbst zur blinden Macht [zu erheben], wie sie die Natur ursprünglich ist.´ Er erkennt diese Prämisse zwar an, attestiert der Moderne aber eine schleichende Entfernung von der Vergangenheit, die sich nicht nur in den Jahreszahlen niederschlägt, sondern auch und vor allem im Gemüt ihrer Träger. Wenn die Aufklärung, deren bedeutendster Vertreter Kant ist, das Primat der Vernunft verlangt, dann führt das die Menschen von ihren natürlichen Wuzeln weg- der Mensch verliert mit der Naturhörigkeit auch seine Unschuld und damit letztlich sein Glück. Was allerdings geschieht, wenn sich Massen unter dem Banner rein ideeller, also empirisch völlig unbekannter Ziele zusammenrotten, hat Schiller kurz zuvor im Nachbarland erfahren. Als er seine Schrift 1795 vollendet, ist Robespierre Schädel, dem letzten der grossen Proklamatoren von Liberte, Egalite, Fraternite seit eineinhalb Jahren auf den Champs-Elysees aufgepflanzt; das erste Projekt unter der Ägide der Vernunft in Europa ist in Blut ertrunken. Anders als Goethe, verspürt Schiller den Drang, diese Entwicklungen schriftlich zu erwidern, ihnen entgegenzukommen und entgegenzuarbeiten. Und er tut es. Schillers schriftliche Darlegung seiner Ästhetik zwischen 1790 und 1795 zielt über die blosse Suche nach der schönen Form hinaus. In dieser Phase der theoretischen Werke möchte er sich und seine Epoche im Literaturkanon emanzipieren, in der bis dato die attische Kultur als absolutes Mass gilt. Er merkt allmählich, dass ´´[...] er bei seiner Entfernung vom Geist griechischer Literatur [...]´´ in Erklärungsnot gerät- mit welcher Rechtfertigung kann ein moderner Schriftsteller den goldenen Sc eBook PDF 01.01.2010 eBooks>Fachbücher>Sprach- & Literaturwissenschaft, GRIN, .201

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10, ISBN: 9783640719037

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Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Sprache: Deutsch, Abstract: Schillers schriftliche Darlegung seiner Ästhetik zwischen 1790 und 1795 zielt über die bloBe Suche nach der schönen Form hinaus. In dieser Phase der theoretischen Werke möchte er sich und seine Epoche im Literaturkanon emanzipieren, in der bis dato die attische Kultur als absolutes MaB gilt. Er merkt allmählich, dass '[.] er Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Sprache: Deutsch, Abstract: Schillers schriftliche Darlegung seiner Ästhetik zwischen 1790 und 1795 zielt über die bloBe Suche nach der schönen Form hinaus. In dieser Phase der theoretischen Werke möchte er sich und seine Epoche im Literaturkanon emanzipieren, in der bis dato die attische Kultur als absolutes MaB gilt. Er merkt allmählich, dass '[.] er bei seiner Entfernung vom Geist griechischer Literatur [.]' in Erklärungsnot gerät- mit welcher Rechtfertigung kann ein moderner Schriftsteller den goldenen Schnitt der Vokabeln neu justieren? Dazu kommen zwei wesentliche Faktoren: durch die französische Revolution und besonders durch die Kant- Studie ab 1791 bis in die Grundzüge seiner Kunst erschüttert, sucht er '[.] nach den groBen verbindenden Ideen und Kategorien [.]' , mit denen er die allgemeine Umstürze um sich zu ordnen versucht. Was aber in der Kritik der reinen Vernunft und der Kritik der Urteilskraft des Königsberger Philosophen affiziert Schiller eigentlich dermaBen, dass er jahrelang seine dramatische Arbeit vernachlässigt? Er ist einer der ersten Rezensenten, die das AusmaB dieser kopernikanischen Wende- wie man es Epochen später nennen wird- erahnen und auf die Provokation einer sich selbst erkennenden und überprüfenden Rationalität reagieren. Für Schiller ist die Vorstellung unerträglich, '[.] die unterdrückende Vernunft [.] selbst zur blinden Macht [zu erheben], wie sie die Natur ursprünglich ist.' Er erkennt diese Prämisse zwar an, attestiert der Moderne aber eine schleichende Entfernung von der Vergangenheit, die sich nicht nur in den Jahreszahlen niederschlägt, sondern auch und vor allem im Gemüt ihrer Träger. Wenn die Aufklärung, deren bedeutendster Vertreter Kant ist, das Primat der Vernunft verlangt, dann führt das die Menschen von ihren natürlichen Wuzeln weg- der Mensch verliert mit der Nat German, European, Schillers Abhandlung 'Über naive und sentimentalische Dichtung'~~ Max Rössner~~German~~European~~9783640719037, de, Schillers Abhandlung 'Über naive und sentimentalische Dichtung', Max Rössner, 9783640719037, GRIN Verlag, 10/11/2010, , , , GRIN Verlag, 10/11/2010

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Schillers Abhandlung Über naive und sentimentalische Dichtung:Praktische Analyse in Bezug auf zwei Gedichte - Die Götter Griechenlandes von Schiller und Die Braut von Korinth von Goethe Max Rössner Schillers Abhandlung Über naive und sentimentalische Dichtung:Praktische Analyse in Bezug auf zwei Gedichte - Die Götter Griechenlandes von Schiller und Die Braut von Korinth von Goethe Max Rössner eBooks > Fachthemen & Wissenschaft > Literaturwissenschaft, GRIN Verlag

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Detailangaben zum Buch - Schillers Abhandlung Über naive und sentimentalische Dichtung


EAN (ISBN-13): 9783640719037
ISBN (ISBN-10): 3640719034
Erscheinungsjahr: 2010
Herausgeber: GRIN Verlag
Sprache: ger

Buch in der Datenbank seit 13.07.2009 14:52:38
Buch zuletzt gefunden am 06.11.2017 11:41:49
ISBN/EAN: 9783640719037

ISBN - alternative Schreibweisen:
3-640-71903-4, 978-3-640-71903-7


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