Thea DORN / Richard WAGNER:Die deutsche Seele . Essays
- Erstausgabe 2011, ISBN: 9783813504514
Gebundene Ausgabe
gewerbliches Angebot, [SC: 4.80], leichte Gebrauchsspuren, [PU: Albrecht Knaus Verlag], [PU: München], gr. 8° / 248 x 182 x 43 mm, 560, [GW: 1500g], [ED: Hardcover], Erstausgabe, DE, sign… Mehr…
gewerbliches Angebot, [SC: 4.80], leichte Gebrauchsspuren, [PU: Albrecht Knaus Verlag], [PU: München], gr. 8° / 248 x 182 x 43 mm, 560, [GW: 1500g], [ED: Hardcover], Erstausgabe, DE, signiertes Exemplar
Thea Dorn (* 23. Juli 1970 in Offenbach am Main, eigentlich Christiane Scherer) ist eine deutsche Schriftstellerin, Literaturkritikerin und Fernsehmoderatorin. Sie war auch kurzzeitig als Dramaturgin tätig.
Thea Dorn wuchs in Frankfurt am Main auf. Ihre Eltern waren Volkswirte; sie hat einen Bruder. Nach dem Abitur am Lessing-Gymnasium begann sie eine Gesangsausbildung; später studierte sie Philosophie und Theaterwissenschaft in Frankfurt, Wien und Berlin. An der Freien Universität Berlin legte sie die Magisterprüfung in Philosophie mit einer Arbeit über Selbsttäuschung ab. Während dieser Zeit war sie Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes. Anschließend arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der FU Berlin. Später wurde sie Dramaturgin und Autorin am Schauspielhaus Hannover. Ihren Künstlernamen hat sie in Anspielung auf den Philosophen Theodor W. Adorno gewählt.
Charakteristisch für ihre Krimis ist die plastische Auseinandersetzung mit Gewaltszenen. Mit Die Brut (2004) löste Dorn sich vom Krimi-Genre und konzentrierte sich auf kritisch-analysierende Milieucharakterisierungen. Im Februar 2008 erschien Mädchenmörder, der die ungewöhnliche Beziehung eines Opfers zum kaltblütigen Täter beschreibt.
2000 schrieb Dorn das Theaterstück Marleni, die Inszenierung einer Begegnung von Marlene Dietrich und Leni Riefenstahl. Das Drama wurde am 15. Januar 2000 am Deutschen Schauspielhaus Hamburg uraufgeführt. Zu den Folgen Der schwarze Troll (2003) und Familienaufstellung (2007, Ausstrahlung 2009) der ARD-Reihe Tatort verfasste sie die Drehbücher.
Im September 2006 erschien ihr erstes Sachbuch Die neue F-Klasse. Es enthält zwei Essays und elf Gespräche mit Frauen von Charlotte Roche bis Silvana Koch-Mehrin.
Von 2003 bis 2004 moderierte sie zusammen mit Dirk Schümer die Sendung Schümer und Dorn. Der Büchertalk im SWR. Seit Oktober 2004 führt sie durch die Sendung Literatur im Foyer, seit November 2008 im Wechsel mit Felicitas von Lovenberg. Von Januar 2008 bis Dezember 2009 moderierte Dorn im Wechsel mit der französischen Journalistin Isabelle Giordano die Talkshow Paris-Berlin auf dem deutsch-französischen Fernsehsender ARTE. Unter dem Motto Hinaus ins Ungewisse! kuratierte Thea Dorn das forum:autoren beim Literaturfest München 2012.
Seit März 2017 gehört Dorn zur Kritikerrunde der ZDF-Sendung Das Literarische Quartett. Nach dem Ausscheiden von Volker Weidermann und Christine Westermann übernahm sie im März 2020 die Moderation der Sendung. Von 2017 bis 2019 war Dorn zudem Jurorin beim Bayerischen Buchpreis.
Thea Dorn bezeichnet sich selbst als Agnostikerin und ist Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland und Gründungsmitglied des PEN Berlin. Sie lebt in Berlin.
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Richard Wagner (* 10. April 1952 in Lovrin, Banat, Volksrepublik Rumänien) ist ein rumänisch-deutscher Schriftsteller.
Richard Wagner begann seine Laufbahn als Schriftsteller 1969, als er mit Gedichten in der Zeitung Neuer Weg debütierte. Er trat 1972 der Rumänischen Kommunistischen Partei bei. Während seines Studiums der Germanistik und Rumänistik in Timișoara publizierte Wagner weiter Lyrik und Kurzprosa und gründete 1972 gemeinsam mit seinen Studienfreunden und Schriftstellerkollegen Johann Lippet, Anton Sterbling, Gerhard Ortinau, Ernest Wichner, Albert Bohn, Rolf Bossert, William Totok und Werner Kremm die Aktionsgruppe Banat. Nach einer kurzzeitigen Verhaftung Wagners durch den rumänischen Geheimdienst Securitate wurde die Gruppe 1975 zerschlagen. Zuvor waren die jungen Schriftsteller bereits von der Securitate abgehört und überwacht worden.
Wagner arbeitete im Anschluss an sein Studium in Hunedoara als Deutschlehrer und später als Journalist. Nachdem er sich weigerte, eine Jubelreportage zum Nationalfeiertag zu verfassen, verlor er seine Anstellung. In Timișoara trat er dem Adam-Müller-Guttenbrunn-Literaturkreis bei, dem neben anderen auch Herta Müller, Ilse Hehn, Helmuth Frauendorfer und Horst Samson angehörten. Nachdem der Mitbegründer des Literaturkreises Nikolaus Berwanger im Herbst 1984 von einer Auslandsreise in die BRD nicht nach Rumänien zurückkehrte, entschlossen sich auch Richard Wagner und seine damalige Ehefrau Herta Müller, Anträge zur endgültigen Ausreise zu stellen. Beide konnten 1987 in die Bundesrepublik Deutschland übersiedeln. Sie waren seit 1979 ein Paar, seit 1984 verheiratet, 1989 trennten sie sich.
Wagner lebt als Schriftsteller und freier Journalist in Berlin. 2012 erkrankte er an Krebs und überlebte die Krankheit nur knapp. Bereits 2003 wurde bei Wagner Parkinson diagnostiziert. Während Wagner anfangs trotz der Erkrankung schreiben und veröffentlichen konnte, zwingt ihn der zunehmend schwere Verlauf seit einigen Jahren dazu, das Schreiben weitgehend einzustellen.
Wagner debütiert bereits als Schüler mit Gedichten und blieb dem Genre der Lyrik sein Leben lang treu. Zwischen 1973 und 2017 publiziert er zwölf Gedichtbände, mit dem letzten Band Gold (2017) eine Auswahl aus allen knapp 1000 geschriebenen Gedichten sowie zahlreiche, die zuvor nur in Zeitschriften abgedruckt waren oder unveröffentlicht im Archiv des Dichters vorlagen. Wagner, der seit Beginn seines lyrischen Schreibens in der Tradition Bert Brechts, später Rolf Dieter Brinkmanns und den Dichtern der Beat Generation, für einen kritischen und wachen Umgang mit der Wirklichkeit eintritt, hinterfragt anfangs besonders die engen Traditionen und konventionellen Denkweise der deutschen Minderheit, der er selbst angehört; später mündet diese Haltung in die Auseinandersetzung mit dem sozialistischen Regime Ceaușescus: seine Kritik richtet sich primär nicht gegen die Politik, sondern gegen die Menschen, die sich von politischer Ideologie einwickeln lassen, aus Angst und Naivität keine Aktion entwickeln und in Gang setzen.
Der Dichter Franz Hodjak schreibt über seine Lyrik bereits 1973: „Wagners Gedichtstrukturen sind äußert luzide durchkomponiert und lassen deutlich zwei Tendenzen erkennen: einerseits die Neigung zu einer überaus plastischen Vergegenständlichung der lyrischen Substanz und andererseits den Hang zum abstrakteren poetischen Diskurs. Der poetische Diskurs ist immer nüchtern, unterkühlt, mit kargem Wortmaterial aufgebaut, er wird zielbewusst gestartet, verläuft sich dann scheinbar in ganz Belanglosem, um überraschend in eine effektvolle, genau vorausberechnete Schlußpointe einzumünden.“ Die Lyrik, die Wagner nach seiner Ausreise in die Bundesrepublik schreibt, wandelt sich mit seiner Lebenswelt und wird introspektiver, knapper und schließlich wieder aphoristischer. „Fragmentarische Stadtbilder und die Beobachtung der Lebensvergessenheit der Konsumgesellschaft gewinnen durch die größere Nüchternheit des Tons und der Konstruktion der Gedichte zugleich an poetischer Schärfe wie an Suggestivkraft.“
Schon einige Jahre nachdem er frühe Gedichte publiziert wendet sich Wagner der Prosa zu und pflegt dabei zunächst die Kurz- und Kürzestprosa in mehrere eigenständigen Bänden und regelmäßigen Publikationen in deutschsprachigen Zeitungen in Rumänien. Die teilweise der surrenden, phantastischen und absurden Literatur nahestehenden Fragmente und Skizzen gehören zu dem Besten, das Wagner in der Prosa vermochte. Dennoch gab er das Genre bald zugunsten des Romans auf. Bereits kurz vor der Ausreise geht er zum Genre der etwas längeren Erzählung über, in Deutschland widmete er sich dann erstmals und intensiv dem Genre des Romans. Zu seinen wichtigsten und erfolgreichsten Romanen gehören Das reiche Mädchen (2007) und Habseligkeiten (2004). Zeitgleich betätigte er sich als Journalist und Essayist und publizierte 2011 gemeinsam mit Thea Dorn im Jahr 2011 den Bestseller Die deutsche Seele (2011) – ein Essaywerk, das typisch deutsche Begriffe und Kulturgüter diskutiert.
Wagner war jahrelang Mitglied des publizistischen Netzwerks Die Achse des Guten.
In seiner zuletzt erschienenen Prosa Herr Parkinson, über das Barbara Möller schreibt: „‚Herr Parkinson‘ ist ein Selbstporträt des Künstlers als kranker Mann. Schonungslos. Lakonisch. Zornig. Witzig. Traurig,“ setzt Wagner sich erzählerisch mit seiner Krankheit auseinander. „Das Buch ist jedoch in erster Linie kein Krankheitsbericht, sondern der schonungslose innere Monolog eines durch die Einwirkungen von Krankheit und Medikamenten physisch wie psychisch derangierten Erzählers, dessen Erkrankung sein gesamtes Leben umwirft, beansprucht und herausfordert.“
Zuletzt erschien im Jahr 2017 unter dem Titel Poetologik ein langes literaturwissenschaftliches Gespräch mit Wagner. In diesem Band sind auch zahlreiche Essays und Vorträge Wagners zu Literatur und Sprache abgedruckt.
(Quelle: Wikipedia)
Die deutsche Seele beinhaltet Essays zu:
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Dazu gibt es ein Register, etwas Seelenhintergrund und den Bildnachweis.
Gut erhaltenes Exemplar
mit sauberem Schutzumschlag.
Handschriftlich datiert und signiert von Thea Dorn., Banküberweisung, Internationaler Versand, [CT: Romane/Erzählungen / Essays]<