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Der Zusammenhang zwischen sozialer Phobie und Substanzkonsum im Jugendalter - Katrin Krummenacher
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Katrin Krummenacher:
Der Zusammenhang zwischen sozialer Phobie und Substanzkonsum im Jugendalter - neues Buch

ISBN: 9783836632447

ID: 9783836632447

Eine Übersicht zur Forschung Inhaltsangabe:Einleitung: Der Substanzkonsum und die damit einhergehenden individuellen, gesundheitlichen, sozialen und gesellschaftlichen Schwierigkeiten sind ein Problem. Störungen durch Substanzkonsum gehören neben Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu den häufigsten und schwerwiegendsten Krankheiten überhaupt. Substanzkonsum im Jugendalter ist heute nicht mehr - wie früher angenommen - ein Phänomen jugendlicher Subkulturen, sondern gehört zum festen Bestandteil jugendlicher Verhaltensentwicklung. Fast jeder erste Tabakkonsum erfolgt vor dem Ende der obligatorischen Schulzeit und selten wird erst im Erwachsenenalter mit dem Rauchen begonnen. Tabak- und Alkoholkonsum gehen meist dem Beginn des Konsums von Cannabis voraus. Dabei führt der Konsum von Tabak, Alkohol und Cannabis nicht zwangsläufig zum Konsum weiterer Drogen wie Heroin oder Kokain ¿ in diesem Sinne kann also nicht von ¿Einstiegsdrogen¿ gesprochen werden. Die erste Zigarette wird mit ungefähr 14 Jahren geraucht, der Probierkonsum von Alkohol beginnt ab dem 10. Lebensjahr und der erste Cannabiskonsum erfolgt durchschnittlich mit 16 Jahren. Ungünstige und schädliche Muster des Substanzkonsums, welche in der frühen bis mittleren Adoleszenz eingesetzt haben, können sich im Erwachsenenalter fortsetzten. Die Befunde weisen darauf hin, dass ein früher Beginn des Substanzkonsums (in der frühen Adoleszenz) im Vergleich zu einem späteren Beginn (in der mittleren/späten Adoleszenz) das Risiko für Störungen durch Substanzkonsum im Erwachsenenalter verdoppelt. Auch der Beginn der sozialen Phobie liegt in der frühen bis mittleren Adoleszenz. Bei 75% der Menschen mit einer sozialen Phobie erfolgte das erstmalige Auftreten dieser Störung bis zum 15. Lebensjahr. Die soziale Phobie gehört, neben der Agoraphobie und der spezifischen Phobie, zu den häufigsten Angststörungen in der Adoleszenz und geht mit erheblichen Beeinträchtigungen einher. Adoleszente mit einer sozialen Phobie haben weniger Liebesbeziehungen, weniger sexuelle Erfahrungen, weniger enge intime Freundschaften, verlassen die Schule oft vorzeitig und konsumieren mehr Substanzen als Gleichaltrige ohne soziale Phobie. Durch epidemiologische Befunde, welche hohe Komorbiditätsraten von Substanzstörungen mit Angststörungen bei Erwachsenen fanden, hat das Forschungsinteresse zugenommen mit dem Ziel, mehr über die Ätiologie der Komorbidität des Substanzkonsums zu erfahren. In der Literatur werden drei Erklärungsansätze genannt, die sich auf kausale Wirkmechanismen zwischen Angststörungen (teilweise auch soziale Phobie) und Substanzkonsum bzw. Substanzstörungen beziehen: Erstens, die soziale Phobie ist ursächlich mit dem Konsum von Substanzen verbunden, dabei dient die Substanz der Spannungsreduktion oder Selbstmedikation. So fanden Bolton, Cox, Clara und Sareen in einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung, dass etwa 16% der Personen mit einer sozialen Phobie Selbstmedikation betrieben, um ihre Angstsymptome bewältigen zu können. Von den Personen, welche Selbstmedikation betrieben und eine Angststörung (soziale Phobie, Panikstörung, generalisierte Angststörung, Agoraphobie, einfache Phobie) hatten, waren 45% drogen- und 67% alkoholabhängig. Von den Personen in der Kontrollgruppe mit einer Angststörung, die keine Selbstmedikation betrieben, waren 10% drogen- und 21% alkoholabhängig. Zweitens, die Angstsymptome sind die Konsequenz des Substanzkonsums (z.B. induzierte Angst durch Entzugssymptome). So beschrieb beispielsweise Moran in einer Fallstudie, dass bei den Patienten mit einer Agoraphobie oder einer Panikstörung der Beginn der Angstsymptome mit dem Cannabiskonsum zusammenhing. Drittens, der Zusammenhang zwischen Angst- und Substanzstörungen gleicht einem Teufelskreis, indem das Vorliegen der einen Störung die Wahrscheinlichkeit der anderen Störung erhöht. In einer früheren Längsschnittuntersuchung von Kushner, Sher und Erickson konnte gezeigt werden, dass die Angststörung mit erhöhter Wahrscheinlichkeit die Substanzstörung nach sich zieht und umgekehrt. Verschiedene Langzeituntersuchungen mit Erwachsenen und Adoleszenten untersuchen den kausalen Zusammenhang zwischen Angststörungen bzw. sozialer Phobie und Substanzkonsum. Bei einigen Studien konnte ein Zusammenhang gefunden werden, wenige andere Studien konnten diesen Zusammenhang nicht bestätigen. Die folgende Arbeit gibt einen Überblick über den Forschungsstand des Zusammenhangs zwischen sozialer Phobie und Substanzkonsum in der Adoleszenz. Die Arbeit ist so aufgebaut, dass zuerst ein Überblick über die Begriffe und Störungsbilder der sozialen Phobie und des Substanzkonsums in der Adoleszenz gegeben wird, worauf die Erläuterung des Zusammenhangs beider Störungsbilder folgt. Danach werden vier ausgewählte Studien vorgestellt, welche diesen Zusammenhang untersuchen. Am Ende der Arbeit werden die Ergebnisse zusammenfassend diskutiert.Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: 1.Zusammenfassung3 2.Einleitung und Fragestellung4 2.1Begriffsbestimmung Substanzkonsum6 2.2Prävalenzen des Substanzkonsums in der Adoleszenz7 2.3Risikofaktoren für Substanzkonsum in der Adoleszenz8 2.4Epidemiologie und Verlauf der sozialen Phobie9 2.5Einführung in die Ergebnisse der Forschung des Zusammenhangs zwischen sozialer Phobie und Substanzkonsum11 3.Auswahl vier empirischer Studien zum Zusammenhang zwischen sozialer Phobie und Substanzkonsum in der Adoleszenz13 3.1Sind soziale Ängste und die DSM-IV soziale Phobie mit Rauchen und Nikotinabhängigkeit in der Adoleszenz assoziiert 13 3.1.1Ergebnisse14 3.1.2Diskussion15 3.2 Die Spezifität der sozialen Phobie als ein Risikofaktor für Alkohol- und Cannabisabhängigkeit17 3.2.1Ergebnisse18 3.2.2Diskussion18 3.3Soziale Angst, negative Affektivität und Substanzkonsum bei Schülern20 3.3.1Ergebnisse21 3.3.2Diskussion22 3.4Die Rolle von Trinkmotiven bei sozialer Angst und Alkoholkonsum24 3.4.1Ergebnisse25 3.4.2Diskussion26 4.Zusammenfassende Diskussion27 5.Literaturverzeichnis31 6.Anhang39Textprobe:Textprobe: Kapitel 3.3, Soziale Angst, negative Affektivität und Substanzkonsum bei Schülern: In ihrer Querschnittsstudie verwendeten Myers, Aarons, Tomlinson und Stein ein strukturelles Vergleichsmodell, um die Beziehung zwischen sozialer Angst und negativer Affektivität mit Substanzkonsum bei Adoleszenten zu untersuchen. Die Autoren gingen davon aus, dass eine stärkere Ausprägung der sozialen Angst mit weniger Substanzkonsum bei beiden Geschlechtern einhergeht. Diese Vorhersage ist gestützt auf Befunde von Biederman, Rosenbaum, Bolduc-Murphy und Faraone und Hirshfeld, Rosenbaum, Biederman und Bolduc, welche fanden, dass eine Schlüsseleigenschaft der sozialen Phobie die Verhaltenshemmung ist und diese die Adoleszenten vor dem Einfluss der Peers schützt. Zusätzlich fand Kochanska, dass Individuen mit einer Verhaltenshemmung dazu tendieren, ängstlich und überkontrolliert gegenüber risikoreichem Verhalten zu sein, dadurch werden sie abgeschreckt Substanzen zu konsumieren, da diese als risikoreich empfunden werden. Weiter sagten die Autoren basierend auf einem Affekt-Regulationsmodell des Substanzkonsums vorher, dass stärkere negative Affektivität mit stärkerem Substanzkonsum einhergeht. Affekt- Regulationsmolle schlagen vor, dass negative affektive Zustände das Risiko für den Substanzkonsum erhöhen wegen negativen Verstärkungs-, Selbstmedikations- oder angstreduzierenden Effekten und sozialer Erleichterung. Die Stichprobe bestand aus 724 Adoleszenten im Alter von 13 bis 19 Jahren (M=16.4 Jahre), 55% waren Mädchen und 74% hatten eine weisse Hautfarbe. Die Rekrutierung der Stichprobe erfolgte an einer städtischen High School in San Diego. Da Myers et al. die soziale Phobie nicht anhand diagnostischer Interviews erfassten, sondern mit dem Fragebogen Social Anxiety Scales for Adolescents (SAS-A), wird in dieser Studie der Begriff soziale Angst verwendet. Die soziale Angst umfasst in dieser Untersuchung Angst vor negativer Bewertung sowie soziale Vermeidung und Leiden. Die negative Affektivität wurde mit dem Negative Emotionality Scale (NES) erhoben. Der Substanzkonsum wurde durch die 1-Monats- (aktueller Konsum) und die Lebenszeitprävalenz (Konsum jemals im Leben) für Tabak, Alkohol und Cannabis ermittelt. Zusätzlich wurden demographische Informationen wie Alter, Geschlecht, Notendurchschnitt und Ethnizität statistisch kontrolliert, weil diese mit dem Substanzkonsum assoziiert sein könnten. Der Zusammenhang zwischen sozialer Phobie und Substanzkonsum im Jugendalter: Inhaltsangabe:Einleitung: Der Substanzkonsum und die damit einhergehenden individuellen, gesundheitlichen, sozialen und gesellschaftlichen Schwierigkeiten sind ein Problem. Störungen durch Substanzkonsum gehören neben Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu den häufigsten und schwerwiegendsten Krankheiten überhaupt. Substanzkonsum im Jugendalter ist heute nicht mehr - wie früher angenommen - ein Phänomen jugendlicher Subkulturen, sondern gehört zum festen Bestandteil jugendlicher Verhaltensentwicklung. Fast jeder erste Tabakkonsum erfolgt vor dem Ende der obligatorischen Schulzeit und selten wird erst im Erwachsenenalter mit dem Rauchen begonnen. Tabak- und Alkoholkonsum gehen meist dem Beginn des Konsums von Cannabis voraus. Dabei führt der Konsum von Tabak, Alkohol und Cannabis nicht zwangsläufig zum Konsum weiterer Drogen wie Heroin oder Kokain ¿ in diesem Sinne kann also nicht von ¿Einstiegsdrogen¿ gesprochen werden. Die erste Zigarette wird mit ungefähr 14 Jahren geraucht, der Probierkonsum von Alkohol beginnt ab dem 10. Lebensjahr und der erste Cannabiskonsum erfolgt durchschnittlich mit 16 Jahren. Ungünstige und schädliche Muster des Substanzkonsums, welche in der frühen bis mittleren Adoleszenz eingesetzt haben, können sich im Erwachsenenalter fortsetzten. Die Befunde weisen darauf hin, dass ein früher Beginn des Substanzkonsums (in der frühen Adoleszenz) im Vergleich zu einem späteren Beginn (in der mittleren/späten Adoleszenz) das Risiko für Störungen durch Substanzkonsum im Erwachsenenalter verdoppelt. Auch der Beginn der sozialen Phobie liegt in der frühen bis mittleren Adoleszenz. Bei 75% der Menschen mit einer sozialen Phobie erfolgte das erstmalige Auftreten dieser Störung bis zum 15. Lebensjahr. Die soziale Phobie gehört, neben der Agoraphobie und der spezifischen Phobie, zu den häufigsten Angststörungen in der Adoleszenz und geht mit erheblichen Beeinträchtigungen einher. Adoleszente mit einer sozialen Phobie haben weniger Liebesbeziehungen, weniger sexuelle Erfahrungen, weniger enge intime Freundschaften, verlassen die Schule oft vorzeitig und konsumieren mehr Substanzen als Gleichaltrige ohne soziale Phobie. Durch epidemiologische Befunde, welche hohe Komorbiditätsraten von Substanzstörungen mit Angststörungen bei Erwachsenen fanden, hat das Forschungsinteresse zugenommen mit dem Ziel, mehr über die Ätiologie der Komorbidität des Substanzkonsums zu erfahren. In der Literatur werden drei Erklärungsansätze genannt, die sich auf kausale Wirkmechanismen zwischen Angststörungen (teilweise auch soziale Phobie) und Substanzkonsum bzw. Substanzstörungen beziehen: Erstens, die soziale Phobie ist ursächlich mit dem Konsum von Substanzen verbunden, dabei dient die Substanz der Spannungsreduktion oder Selbstmedikation. So fanden Bolton, Cox, Clara und Sareen in einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung, dass etwa 16% der Personen mit einer sozialen Phobie Selbstmedikation betrieben, um ihre Angstsymptome bewältigen zu können. Von den Personen, welche Selbstmedikation betrieben und eine Angststörung (soziale Phobie, Panikstörung, generalisierte Angststörung, Agoraphobie, einfache Phobie) hatten, waren 45% drogen- und 67% alkoholabhängig. Von den Personen in der Kontrollgruppe mit einer Angststörung, die keine Selbstmedikation betrieben, waren 10% drogen- und 21% alkoholabhängig. Zweitens, die Angstsymptome sind die Konsequenz des Substanzkonsums (z.B. induzierte Angst durch Entzugssymptome). So beschrieb beispielsweise Moran in einer Fallstudie, dass bei den Patienten mit einer Agoraphobie oder einer Panikstörung der Beginn der Angstsymptome mit dem Cannabiskonsum zusammenhing. Drittens, der Zusammenhang zwischen Angst- und Substanzstörungen gleicht einem Teufelskreis, indem das Vorliegen der einen Störung die Wahrscheinlichkeit der anderen Störung erhöht. In einer früheren Längsschnittuntersuchung von Kushner, Sher und Erickson konnte gezeigt werden, dass die Angststörung mit erhöhter Wahrscheinlichkeit die Substanzstörung nach sich zieht und umgekehrt. Verschiedene Langzeituntersuchungen mit Erwachsenen und Adoleszenten untersuchen den kausalen Zusammenhang zwischen Angststörungen bzw. sozialer Phobie und Substanzkonsum. Bei einigen Studien konnte ein Zusammenhang gefunden werden, wenige andere Studien konnten diesen Zusammenhang nicht bestätigen. Die folgende Arbeit gibt einen Überblick über den Forschungsstand des Zusammenhangs zwischen sozialer Phobie und Substanzkonsum in der Adoleszenz. Die Arbeit ist so aufgebaut, dass zuerst ein Überblick über die Begriffe und Störungsbilder der sozialen Phobie und des Substanzkonsums in der Adoleszenz gegeben wird, worauf die Erläuterung des Zusammenhangs beider Störungsbilder folgt. Danach werden vier ausgewählte Studien vorgestellt, welche diesen Zusammenhang untersuchen. Am Ende der Arbeit werden die Ergebnisse zusammenfassend diskutiert.Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: 1.Zusammenfassung3 2.Einleitung und Fragestellung4 2.1Begriffsbestimmung Substanzkonsum6 2.2Prävalenzen des Substanzkonsums in der Adoleszenz7 2.3Risikofaktoren für Substanzkonsum in der Adoleszenz8 2.4Epidemiologie und Verlauf der sozialen Phobie9 2.5Einführung in die Ergebnisse der Forschung des Zusammenhangs zwischen sozialer Phobie und Substanzkonsum11 3.Auswahl vier empirischer Studien zum Zusammenhang zwischen sozialer Phobie und Substanzkonsum in der Adoleszenz13 3.1Sind soziale Ängste und die DSM-IV soziale Phobie mit Rauchen und Nikotinabhängigkeit in der Adoleszenz assoziiert 13 3.1.1Ergebnisse14 3.1.2Diskussion15 3.2 Die Spezifität der sozialen Phobie als ein Risikofaktor für Alkohol- und Cannabisabhängigkeit17 3.2.1Ergebnisse18 3.2.2Diskussion18 3.3Soziale Angst, negative Affektivität und Substanzkonsum bei Schülern20 3.3.1Ergebnisse21 3.3.2Diskussion22 3.4Die Rolle von Trinkmotiven bei sozialer Angst und Alkoholkonsum24 3.4.1Ergebnisse25 3.4.2Diskussion26 4.Zusammenfassende, Diplomica Verlag

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Der Zusammenhang zwischen sozialer Phobie und Substanzkonsum im Jugendalter - Katrin Krummenacher
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Katrin Krummenacher:
Der Zusammenhang zwischen sozialer Phobie und Substanzkonsum im Jugendalter - neues Buch

ISBN: 9783836632447

ID: 9783836632447

Eine Übersicht zur Forschung Inhaltsangabe:Einleitung: Der Substanzkonsum und die damit einhergehenden individuellen, gesundheitlichen, sozialen und gesellschaftlichen Schwierigkeiten sind ein Problem. Störungen durch Substanzkonsum gehören neben Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu den häufigsten und schwerwiegendsten Krankheiten überhaupt. Substanzkonsum im Jugendalter ist heute nicht mehr - wie früher angenommen - ein Phänomen jugendlicher Subkulturen, sondern gehört zum festen Bestandteil jugendlicher Verhaltensentwicklung. Fast jeder erste Tabakkonsum erfolgt vor dem Ende der obligatorischen Schulzeit und selten wird erst im Erwachsenenalter mit dem Rauchen begonnen. Tabak- und Alkoholkonsum gehen meist dem Beginn des Konsums von Cannabis voraus. Dabei führt der Konsum von Tabak, Alkohol und Cannabis nicht zwangsläufig zum Konsum weiterer Drogen wie Heroin oder Kokain ¿ in diesem Sinne kann also nicht von ¿Einstiegsdrogen¿ gesprochen werden. Die erste Zigarette wird mit ungefähr 14 Jahren geraucht, der Probierkonsum von Alkohol beginnt ab dem 10. Lebensjahr und der erste Cannabiskonsum erfolgt durchschnittlich mit 16 Jahren. Ungünstige und schädliche Muster des Substanzkonsums, welche in der frühen bis mittleren Adoleszenz eingesetzt haben, können sich im Erwachsenenalter fortsetzten. Die Befunde weisen darauf hin, dass ein früher Beginn des Substanzkonsums (in der frühen Adoleszenz) im Vergleich zu einem späteren Beginn (in der mittleren/späten Adoleszenz) das Risiko für Störungen durch Substanzkonsum im Erwachsenenalter verdoppelt. Auch der Beginn der sozialen Phobie liegt in der frühen bis mittleren Adoleszenz. Bei 75% der Menschen mit einer sozialen Phobie erfolgte das erstmalige Auftreten dieser Störung bis zum 15. Lebensjahr. Die soziale Phobie gehört, neben der Agoraphobie und der spezifischen Phobie, zu den häufigsten Angststörungen in der Adoleszenz und geht mit erheblichen Beeinträchtigungen einher. Adoleszente mit einer sozialen Phobie haben weniger Liebesbeziehungen, weniger sexuelle Erfahrungen, weniger enge intime Freundschaften, verlassen die Schule oft vorzeitig und konsumieren mehr Substanzen als Gleichaltrige ohne soziale Phobie. Durch epidemiologische Befunde, welche hohe Komorbiditätsraten von Substanzstörungen mit Angststörungen bei Erwachsenen fanden, hat das Forschungsinteresse zugenommen mit dem Ziel, mehr über die Ätiologie der Komorbidität des Substanzkonsums zu erfahren. In der Literatur werden drei Erklärungsansätze genannt, die sich auf kausale Wirkmechanismen zwischen Angststörungen (teilweise auch soziale Phobie) und Substanzkonsum bzw. Substanzstörungen beziehen: Erstens, die soziale Phobie ist ursächlich mit dem Konsum von Substanzen verbunden, dabei dient die Substanz der Spannungsreduktion oder Selbstmedikation. So fanden Bolton, Cox, Clara und Sareen in einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung, dass etwa 16% der Personen mit einer sozialen Phobie Selbstmedikation betrieben, um ihre Angstsymptome bewältigen zu können. Von den Personen, welche Selbstmedikation betrieben und eine Angststörung (soziale Phobie, Panikstörung, generalisierte Angststörung, Agoraphobie, einfache Phobie) hatten, waren 45% drogen- und 67% alkoholabhängig. Von den Personen in der Kontrollgruppe mit einer Angststörung, die keine Selbstmedikation betrieben, waren 10% drogen- und 21% alkoholabhängig. Zweitens, die Angstsymptome sind die Konsequenz des Substanzkonsums (z.B. induzierte Angst durch Entzugssymptome). So beschrieb beispielsweise Moran in einer Fallstudie, dass bei den Patienten mit einer Agoraphobie oder einer Panikstörung der Beginn der Angstsymptome mit dem Cannabiskonsum zusammenhing. Drittens, der Zusammenhang zwischen Angst- und Substanzstörungen gleicht einem Teufelskreis, indem das Vorliegen der einen Störung die Wahrscheinlichkeit der anderen Störung erhöht. In einer früheren Längsschnittuntersuchung von Kushner, Sher und Erickson konnte gezeigt werden, dass die Angststörung mit erhöhter Wahrscheinlichkeit die Substanzstörung nach sich zieht und umgekehrt. Verschiedene Langzeituntersuchungen mit Erwachsenen und Adoleszenten untersuchen den kausalen Zusammenhang zwischen Angststörungen bzw. sozialer Phobie und Substanzkonsum. Bei einigen Studien konnte ein Zusammenhang gefunden werden, wenige andere Studien konnten diesen Zusammenhang nicht bestätigen. Die folgende Arbeit gibt einen Überblick über den Forschungsstand des Zusammenhangs zwischen sozialer Phobie und Substanzkonsum in der Adoleszenz. Die Arbeit ist so aufgebaut, dass zuerst ein Überblick über die Begriffe und Störungsbilder der sozialen Phobie und des Substanzkonsums in der Adoleszenz gegeben wird, worauf die Erläuterung des Zusammenhangs beider Störungsbilder folgt. Danach werden vier ausgewählte Studien vorgestellt, welche diesen Zusammenhang untersuchen. Am Ende der Arbeit werden die Ergebnisse zusammenfassend diskutiert.Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: 1.Zusammenfassung3 2.Einleitung und Fragestellung4 2.1Begriffsbestimmung Substanzkonsum6 2.2Prävalenzen des Substanzkonsums in der Adoleszenz7 2.3Risikofaktoren für Substanzkonsum in der Adoleszenz8 2.4Epidemiologie und Verlauf der sozialen Phobie9 2.5Einführung in die Ergebnisse der Forschung des Zusammenhangs zwischen sozialer Phobie und Substanzkonsum11 3.Auswahl vier empirischer Studien zum Zusammenhang zwischen sozialer Phobie und Substanzkonsum in der Adoleszenz13 3.1Sind soziale Ängste und die DSM-IV soziale Phobie mit Rauchen und Nikotinabhängigkeit in der Adoleszenz assoziiert 13 3.1.1Ergebnisse14 3.1.2Diskussion15 3.2 Die Spezifität der sozialen Phobie als ein Risikofaktor für Alkohol- und Cannabisabhängigkeit17 3.2.1Ergebnisse18 3.2.2Diskussion18 3.3Soziale Angst, negative Affektivität und Substanzkonsum bei Schülern20 3.3.1Ergebnisse21 3.3.2Diskussion22 3.4Die Rolle von Trinkmotiven bei sozialer Angst und Alkoholkonsum24 3.4.1Ergebnisse25 3.4.2Diskussion26 4.Zusammenfassende Diskussion27 5.Literaturverzeichnis31 6.Anhang39Textprobe:Textprobe: Kapitel 3.3, Soziale Angst, negative Affektivität und Substanzkonsum bei Schülern: In ihrer Querschnittsstudie verwendeten Myers, Aarons, Tomlinson und Stein ein strukturelles Vergleichsmodell, um die Beziehung zwischen sozialer Angst und negativer Affektivität mit Substanzkonsum bei Adoleszenten zu untersuchen. Die Autoren gingen davon aus, dass eine stärkere Ausprägung der sozialen Angst mit weniger Substanzkonsum bei beiden Geschlechtern einhergeht. Diese Vorhersage ist gestützt auf Befunde von Biederman, Rosenbaum, Bolduc-Murphy und Faraone und Hirshfeld, Rosenbaum, Biederman und Bolduc, welche fanden, dass eine Schlüsseleigenschaft der sozialen Phobie die Verhaltenshemmung ist und diese die Adoleszenten vor dem Einfluss der Peers schützt. Zusätzlich fand Kochanska, dass Individuen mit einer Verhaltenshemmung dazu tendieren, ängstlich und überkontrolliert gegenüber risikoreichem Verhalten zu sein, dadurch werden sie abgeschreckt Substanzen zu konsumieren, da diese als risikoreich empfunden werden. Weiter sagten die Autoren basierend auf einem Affekt-Regulationsmodell des Substanzkonsums vorher, dass stärkere negative Affektivität mit stärkerem Substanzkonsum einhergeht. Affekt- Regulationsmolle schlagen vor, dass negative affektive Zustände das Risiko für den Substanzkonsum erhöhen wegen negativen Verstärkungs-, Selbstmedikations- oder angstreduzierenden Effekten und sozialer Erleichterung. Die Stichprobe bestand aus 724 Adoleszenten im Alter von 13 bis 19 Jahren (M=16.4 Jahre), 55% waren Mädchen und 74% hatten eine weisse Hautfarbe. Die Rekrutierung der Stichprobe erfolgte an einer städtischen High School in San Diego. Da Myers et al. die soziale Phobie nicht anhand diagnostischer Interviews erfassten, sondern mit dem Fragebogen Social Anxiety Scales for Adolescents (SAS-A), wird in dieser Studie der Begriff soziale Angst verwendet. Die soziale Angst umfasst in dieser Untersuchung Angst vor negativer Bewertung sowie soziale Vermeidung und Leiden. Die negative Affektivität wurde mit dem Negative Emotionality Scale (NES) erhoben. Der Substanzkonsum wurde durch die 1-Monats- (aktueller Konsum) und die Lebenszeitprävalenz (Konsum jemals im Leben) für Tabak, Alkohol und Cannabis ermittelt. Zusätzlich wurden demographische Informationen wie Alter, Geschlecht, Notendurchschnitt und Ethnizität statistisch kontrolliert, weil diese mit dem Substanzkonsum assoziiert sein könnten. Der Zusammenhang zwischen sozialer Phobie und Substanzkonsum im Jugendalter: Inhaltsangabe:Einleitung: Der Substanzkonsum und die damit einhergehenden individuellen, gesundheitlichen, sozialen und gesellschaftlichen Schwierigkeiten sind ein Problem. Störungen durch Substanzkonsum gehören neben Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu den häufigsten und schwerwiegendsten Krankheiten überhaupt. Substanzkonsum im Jugendalter ist heute nicht mehr - wie früher angenommen - ein Phänomen jugendlicher Subkulturen, sondern gehört zum festen Bestandteil jugendlicher Verhaltensentwicklung. Fast jeder erste Tabakkonsum erfolgt vor dem Ende der obligatorischen Schulzeit und selten wird erst im Erwachsenenalter mit dem Rauchen begonnen. Tabak- und Alkoholkonsum gehen meist dem Beginn des Konsums von Cannabis voraus. Dabei führt der Konsum von Tabak, Alkohol und Cannabis nicht zwangsläufig zum Konsum weiterer Drogen wie Heroin oder Kokain ¿ in diesem Sinne kann also nicht von ¿Einstiegsdrogen¿ gesprochen werden. Die erste Zigarette wird mit ungefähr 14 Jahren geraucht, der Probierkonsum von Alkohol beginnt ab dem 10. Lebensjahr und der erste Cannabiskonsum erfolgt durchschnittlich mit 16 Jahren. Ungünstige und schädliche Muster des Substanzkonsums, welche in der frühen bis mittleren Adoleszenz eingesetzt haben, können sich im Erwachsenenalter fortsetzten. Die Befunde weisen darauf hin, dass ein früher Beginn des Substanzkonsums (in der frühen Adoleszenz) im Vergleich zu einem späteren Beginn (in der mittleren/späten Adoleszenz) das Risiko für Störungen durch Substanzkonsum im Erwachsenenalter verdoppelt. Auch der Beginn der sozialen Phobie liegt in der frühen bis mittleren Adoleszenz. Bei 75% der Menschen mit einer sozialen Phobie erfolgte das erstmalige Auftreten dieser Störung bis zum 15. Lebensjahr. Die soziale Phobie gehört, neben der Agoraphobie und der spezifischen Phobie, zu den häufigsten Angststörungen in der Adoleszenz und geht mit erheblichen Beeinträchtigungen einher. Adoleszente mit einer sozialen Phobie haben weniger Liebesbeziehungen, weniger sexuelle Erfahrungen, weniger enge intime Freundschaften, verlassen die Schule oft vorzeitig und konsumieren mehr Substanzen als Gleichaltrige ohne soziale Phobie. Durch epidemiologische Befunde, welche hohe Komorbiditätsraten von Substanzstörungen mit Angststörungen bei Erwachsenen fanden, hat das Forschungsinteresse zugenommen mit dem Ziel, mehr über die Ätiologie der Komorbidität des Substanzkonsums zu erfahren. In der Literatur werden drei Erklärungsansätze genannt, die sich auf kausale Wirkmechanismen zwischen Angststörungen (teilweise auch soziale Phobie) und Substanzkonsum bzw. Substanzstörungen beziehen: Erstens, die soziale Phobie ist ursächlich mit dem Konsum von Substanzen verbunden, dabei dient die Substanz der Spannungsreduktion oder Selbstmedikation. So fanden Bolton, Cox, Clara und Sareen in einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung, dass etwa 16% der Personen mit einer sozialen Phobie Selbstmedikation betrieben, um ihre Angstsymptome bewältigen zu können. Von den Personen, welche Selbstmedikation betrieben und eine Angststörung (soziale Phobie, Panikstörung, generalisierte Angststörung, Agoraphobie, einfache Phobie) hatten, waren 45% drogen- und 67% alkoholabhängig. Von den Personen in der Kontrollgruppe mit einer Angststörung, die keine Selbstmedikation betrieben, waren 10% drogen- und 21% alkoholabhängig. Zweitens, die Angstsymptome sind die Konsequenz des Substanzkonsums (z.B. induzierte Angst durch Entzugssymptome). So beschrieb beispielsweise Moran in einer Fallstudie, dass bei den Patienten mit einer Agoraphobie oder einer Panikstörung der Beginn der Angstsymptome mit dem Cannabiskonsum zusammenhing. Drittens, der Zusammenhang zwischen Angst- und Substanzstörungen gleicht einem Teufelskreis, indem das Vorliegen der einen Störung die Wahrscheinlichkeit der anderen Störung erhöht. In einer früheren Längsschnittuntersuchung von Kushner, Sher und Erickson konnte gezeigt werden, dass die Angststörung mit erhöhter Wahrscheinlichkeit die Substanzstörung nach sich zieht und umgekehrt. Verschiedene Langzeituntersuchungen mit Erwachsenen und Adoleszenten untersuchen den kausalen Zusammenhang zwischen Angststörungen bzw. sozialer Phobie und Substanzkonsum. Bei einigen Studien konnte ein Zusammenhang gefunden werden, wenige andere Studien konnten diesen Zusammenhang nicht bestätigen. Die folgende Arbeit gibt einen Überblick über den Forschungsstand des Zusammenhangs zwischen sozialer Phobie und Substanzkonsum in der Adoleszenz. Die Arbeit ist so aufgebaut, dass zuerst ein Überblick über die Begriffe und Störungsbilder der sozialen Phobie und des Substanzkonsums in der Adoleszenz gegeben wird, worauf die Erläuterung des Zusammenhangs beider Störungsbilder folgt. Danach werden vier ausgewählte Studien vorgestellt, welche diesen Zusammenhang untersuchen. Am Ende der Arbeit werden die Ergebnisse zusammenfassend diskutiert.Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: 1.Zusammenfassung3 2.Einleitung und Fragestellung4 2.1Begriffsbestimmung Substanzkonsum6 2.2Prävalenzen des Substanzkonsums in der Adoleszenz7 2.3Risikofaktoren für Substanzkonsum in der Adoleszenz8 2.4Epidemiologie und Verlauf der sozialen Phobie9 2.5Einführung in die Ergebnisse der Forschung des Zusammenhangs zwischen sozialer Phobie und Substanzkonsum11 3.Auswahl vier empirischer Studien zum Zusammenhang zwischen sozialer Phobie und Substanzkonsum in der Adoleszenz13 3.1Sind soziale Ängste und die DSM-IV soziale Phobie mit Rauchen und Nikotinabhängigkeit in der Adoleszenz assoziiert 13 3.1.1Ergebnisse14 3.1.2Diskussion15 3.2 Die Spezifität der sozialen Phobie als ein Risikofaktor für Alkohol- und Cannabisabhängigkeit17 3.2.1Ergebnisse18 3.2.2Diskussion18 3.3Soziale Angst, negative Affektivität und Substanzkonsum bei Schülern20 3.3.1Ergebnisse21 3.3.2Diskussion22 3.4Die Rolle von Trinkmotiven bei sozialer Angst und Alkoholkonsum24 3.4.1Ergebnisse25 3.4.2Diskussion26 4.Zusammenfass, Diplomica Verlag

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Katrin Krummenacher:
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2009, ISBN: 9783836632447

ID: 126000674

Inhaltsangabe:Einleitung:Der Substanzkonsum und die damit einhergehenden individuellen, gesundheitlichen, sozialen und gesellschaftlichen Schwierigkeiten sind ein Problem. Störungen durch Substanzkonsum gehören neben Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu den häufigsten und schwerwiegendsten Krankheiten überhaupt. Substanzkonsum im Jugendalter ist heute nicht mehr - wie früher angenommen - ein Phänomen jugendlicher Subkulturen, sondern gehört zum festen Bestandteil jugendlicher Verhaltensentwicklung. Fast jeder erste Tabakkonsum erfolgt vor dem Ende der obligatorischen Schulzeit und selten wird erst im Erwachsenenalter mit dem Rauchen begonnen. Tabak- und Alkoholkonsum gehen meist dem Beginn des Konsums von Cannabis voraus. Dabei führt der Konsum von Tabak, Alkohol und Cannabis nicht zwangsläufig zum Konsum weiterer Drogen wie Heroin oder Kokain in diesem Sinne kann also nicht von Einstiegsdrogen gesprochen werden. Die erste Zigarette wird mit ungefähr 14 Jahren geraucht, der Probierkonsum von Alkohol beginnt ab dem 10. Lebensjahr und der erste Cannabiskonsum erfolgt durchschnittlich mit 16 Jahren. Ungünstige und schädliche Muster des Substanzkonsums, welche in der frühen bis mittleren Adoleszenz eingesetzt haben, können sich im Erwachsenenalter fortsetzten. Die Befunde weisen darauf hin, dass ein früher Beginn des Substanzkonsums (in der frühen Adoleszenz) im Vergleich zu einem späteren Beginn (in der mittleren/späten Adoleszenz) das Risiko für Störungen durch Substanzkonsum im Erwachsenenalter verdoppelt. Auch der Beginn der sozialen Phobie liegt in der frühen bis mittleren Adoleszenz. Bei 75% der Menschen mit einer sozialen Phobie erfolgte das erstmalige Auftreten dieser Störung bis zum 15. Lebensjahr. Die soziale Phobie gehört, neben der Agoraphobie und der spezifischen Phobie, zu den häufigsten Angststörungen in der Adoleszenz und geht mit erheblichen Beeinträchtigungen einher. Adoleszente mit einer sozialen Phobie haben weniger Liebesbeziehungen, weniger sexuelle Erfahrungen, weniger enge intime Freundschaften, verlassen die Schule oft vorzeitig und konsumieren mehr Substanzen als Gleichaltrige ohne soziale Phobie.Durch epidemiologische Befunde, welche hohe Komorbiditätsraten von Substanzstörungen mit Angststörungen bei Erwachsenen fanden, hat das Forschungsinteresse zugenommen mit dem Ziel, mehr über die Ätiologie der Komorbidität des Substanzkonsums zu erfahren. In der Literatur werden drei Erklärungsansätze genannt, die sich auf kausale Wirkmechanismen zwischen Angststörungen (teilweise auch soziale Phobie) und Substanzkonsum bzw. Substanzstörungen beziehen: Erstens, die soziale Phobie ist ursächlich mit dem Konsum von Substanzen verbunden, dabei dient die Substanz der Spannungsreduktion oder Selbstmedikation. So fanden Bolton, Cox, Clara und Sareen in einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung, dass etwa 16% der Personen mit einer sozialen Phobie Selbstmedikation betrieben, um ihre Angstsymptome bewältigen zu können. Von den Personen, welche Selbstmedikation betrieben und eine Angststörung (soziale Phobie, Panikstörung, generalisierte Angststörung, Agoraphobie, einfache Phobie) hatten, waren 45% drogen- und 67% alkoholabhängig. Von den Personen in der Kontrollgruppe mit einer Angststörung, die keine Selbstmedikation betrieben, waren 10% drogen- und 21% alkoholabhängig. Zweitens, die Angstsymptome sind die Konsequenz des Substanzkonsums (z.B. induzierte Angst durch Entzugssymptome). So beschrieb beispielsweise Moran in einer Fallstudie, dass bei den Patienten mit einer Agoraphobie oder einer Panikstörung der Beginn der Angstsymptome mit dem Cannabiskonsum zusammenhing. Drittens, der Zusammenhang zwischen Angst- und Substanzstörungen gleicht einem Teufelskreis, indem das Vorliegen der einen Störung die Wahrscheinlichkeit der anderen Störung erhöht. In einer früheren Längsschnittuntersuchung von Kushner, Sher und Erickson konnte gezeigt werden, dass die Angststörung mit erhöhter Wahrscheinlichkeit die Substanzstörung nach sich zieht und umgekehrt.Verschiedene Langzeituntersuchungen mit Erwachsenen und Adoleszenten untersuchen den kausalen Zusammenhang zwischen Angststörungen bzw. sozialer Phobie und Substanzkonsum. Bei einigen Studien konnte ein Zusammenhang gefunden werden, wenige andere Studien konnten diesen Zusammenhang nicht bestätigen.Die folgende Arbeit gibt einen Überblick über den Forschungsstand des Zusammenhangs zwischen sozialer Bachelorarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Psychologie - Klinische u. Gesundheitspsychologie, Psychopathologie, Note: 1,0, Universität Basel (unbekannt), Sprache: Deutsch eBook eBooks>Fachbücher>Psychologie, Diplom.de

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Der Zusammenhang zwischen sozialer Phobie und Substanzkonsum im Jugendalter - Katrin Krummenacher
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Katrin Krummenacher:
Der Zusammenhang zwischen sozialer Phobie und Substanzkonsum im Jugendalter - neues Buch

2009, ISBN: 9783836632447

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Bachelorarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Psychologie - Klinische u. Gesundheitspsychologie, Psychopathologie, Note: 1,0, Universität Basel (unbekannt), Sprache: Deutsch Inhaltsangabe:Einleitung:Der Substanzkonsum und die damit einhergehenden individuellen, gesundheitlichen, sozialen und gesellschaftlichen Schwierigkeiten sind ein Problem. Störungen durch Substanzkonsum gehören neben Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu den häufigsten und schwerwiegendsten Krankheiten überhaupt. Substanzkonsum im Jugendalter ist heute nicht mehr - wie früher angenommen - ein Phänomen jugendlicher Subkulturen, sondern gehört zum festen Bestandteil jugendlicher Verhaltensentwicklung. Fast jeder erste Tabakkonsum erfolgt vor dem Ende der obligatorischen Schulzeit und selten wird erst im Erwachsenenalter mit dem Rauchen begonnen. Tabak- und Alkoholkonsum gehen meist dem Beginn des Konsums von Cannabis voraus. Dabei führt der Konsum von Tabak, Alkohol und Cannabis nicht zwangsläufig zum Konsum weiterer Drogen wie Heroin oder Kokain ? in diesem Sinne kann also nicht von ?Einstiegsdrogen? gesprochen werden. Die erste Zigarette wird mit ungefähr 14 Jahren geraucht, der Probierkonsum von Alkohol beginnt ab dem 10. Lebensjahr und der erste Cannabiskonsum erfolgt durchschnittlich mit 16 Jahren. Ungünstige und schädliche Muster des Substanzkonsums, welche in der frühen bis mittleren Adoleszenz eingesetzt haben, können sich im Erwachsenenalter fortsetzten. Die Befunde weisen darauf hin, dass ein früher Beginn des Substanzkonsums (in der frühen Adoleszenz) im Vergleich zu einem späteren Beginn (in der mittleren/späten Adoleszenz) das Risiko für Störungen durch Substanzkonsum im Erwachsenenalter verdoppelt. Auch der Beginn der sozialen Phobie liegt in der frühen bis mittleren Adoleszenz. Bei 75% der Menschen mit einer sozialen Phobie erfolgte das erstmalige Auftreten dieser Störung bis zum 15. Lebensjahr. Die soziale Phobie gehört, neben der Agoraphobie und der spezifischen Phobie, zu den häufigsten Angststörungen in der Adoleszenz und geht mit erheblichen Beeinträchtigungen einher. Adoleszente mit einer sozialen Phobie haben weniger Liebesbeziehungen, weniger sexuelle Erfahrungen, weniger enge intime Freundschaften, verlassen die Schule oft vorzeitig und konsumieren mehr Substanzen als Gleichaltrige ohne soziale Phobie.Durch epidemiologische Befunde, welche hohe Komorbiditätsraten von Substanzstörungen mit Angststörungen bei Erwachsenen fanden, hat das Forschungsinteresse zugenommen mit dem Ziel, mehr über die Ätiologie der Komorbidität des Substanzkonsums zu erfahren. In der Literatur werden drei Erklärungsansätze genannt, die sich auf kausale Wirkmechanismen zwischen Angststörungen (teilweise auch soziale Phobie) und Substanzkonsum bzw. Substanzstörungen beziehen: Erstens, die soziale Phobie ist ursächlich mit dem Konsum von Substanzen verbunden, dabei dient die Substanz der Spannungsreduktion oder Selbstmedikation. So fanden Bolton, Cox, Clara und Sareen in einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung, dass etwa 16% der Personen mit einer sozialen Phobie Selbstmedikation betrieben, um ihre Angstsymptome bewältigen zu können. Von den Personen, welche Selbstmedikation betrieben und eine Angststörung (soziale Phobie, Panikstörung, generalisierte Angststörung, Agoraphobie, einfache Phobie) hatten, waren 45% drogen- und 67% alkoholabhängig. Von den Personen in der Kontrollgruppe mit einer Angststörung, die keine Selbstmedikation betrieben, waren 10% drogen- und 21% alkoholabhängig. Zweitens, die Angstsymptome sind die Konsequenz des Substanzkonsums (z.B. induzierte Angst durch Entzugssymptome). So beschrieb beispielsweise Moran in einer Fallstudie, dass bei den Patienten mit einer Agoraphobie oder einer Panikstörung der Beginn der Angstsymptome mit dem Cannabiskonsum zusammenhing. Drittens, der Zusammenhang zwischen Angst- und Substanzstörungen gleicht einem Teufelskreis, indem das Vorliegen der einen Störung die Wahrscheinlichkeit der anderen Störung erhöht. In einer früheren Längsschnittuntersuchung von Kushner, Sher und Erickson konnte gezeigt werden, dass die Angststörung mit erhöhter Wahrscheinlichkeit die Substanzstörung nach sich zieht und umgek eBooks / Fachbücher / Psychologie, Diplom.de

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